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MBA Studium – fit für den weltweiten Karrieremarkt

Eignet sich ein MBA Studium auch für Sie?

Der Master of Business Administration (MBA) richtet sich an Personen, die ihren Diplom-, Magister-, Bachelor- oder Masterabschluss bereits in der Tasche haben und erste Praxis-Erfahrungen im Berufsleben sammeln konnten. Wer eine überdurchschnittliche Karriere in der Führungsetage anstrebt und dabei sein Gehalt deutlich nach oben schrauben möchte, der liegt mit diesem generalistischen Management-Studium genau richtig.

MBA-Studium.education - Erfolg

Wenn Sie schon mal nach MBA oder MBA Studium gegoogelt haben, werden Ihnen schnell Catchwords wie Fernstudium, Berufschancen, Karrieresprung, Gehaltssteigerung, Unternehmensführung und ähnliches ins Auge gefallen sein. Mit dem Kürzel MBA wird heute auf breiter Front geworben. Doch für was stehen die drei Buchstaben MBA und was verbirgt sich dahinter?

Was genau ist ein MBA?

Definition

Die Abkürzung MBA steht für Master of Business Administration. Es ist ein postgraduales generalistisches Management-Studium, das alle wesentlichen Managementfunktionen abdecken soll. In der Praxis bedeutet das: Der Master of Business Administration stellt ein allgemeines, nicht auf ein bestimmtes Fachgebiet festgelegtes Management-Studium dar, das ein vorhergehendes erfolgreich abgeschlossenes Fachstudium voraussetzt. Als Abschluss steht dann der akademische Grad MBA.

Fachübergreifendes Managementwissen

Absolventen eines MBA Studiums sollen dazu befähigt werden, später als Manager in einem Unternehmen tätig zu sein – und zwar egal in welcher Branche. Daher steht hier in der Regel nicht spezialisiertes Wissen für einen Fachbereich im Vordergrund. Vielmehr werden grundlegende Managementfunktionen wie Rechnungswesen, Finanzen, Marketing, Betriebsführung, Informationsmanagement oder Recht und Personalmanagement vermittelt. Zugleich soll die persönliche Entwicklung der Studierenden gefördert werden. Im Stundenplan eines solchen Studiums finden sich so oftmals auch Themen wie Führungsverhalten, Entscheidungsfindung, Teamarbeit, unternehmerisches Potenzial, Verhandlungsfähigkeit, Kommunikation oder Präsentationstechniken.

Spezialisierte Studiengänge

Seit einigen Jahren geht der generalistische Ansatz beim MBA Studium zurück und es kommen vermehrt spezialisierte MBA, beispielsweise für Logistik oder Gesundheitsmanagement, auf den Markt. Außerdem können Interessenten mittlerweile in manchen Fällen ein MBA Studium auch ohne Studienabschluss aufnehmen, wenn sie über ausreichende einschlägige Berufserfahrung verfügen.

International anerkannt aber nicht geschützt

Der MBA gilt als der erste weltweit akzeptierte internationale Abschluss. Allerdings ist der Titel Master of Business Administration gesetzlich nicht geschützt. So darf auch jeder Veranstalter von Weiterbildungsmaßnahmen einen MBA anbieten. Dementsprechend groß ist die Anzahl der angebotenen Studiengänge weltweit. Um Qualität, Transparenz und die Vergleichbarkeit von MBA-Programmen sicherzustellen, gibt es die sogenannte Akkreditierung. In diesem Verfahren zur Qualitätssicherung an Hochschulen wird die Qualität eines Studiengangs durch Experten überprüft und bewertet.

Warum eigentlich ein MBA Studium absolvieren?

Der Master of Business Administration ist in der Regel mit recht hohen Kosten verbunden. Die Studiengebühren reichen hier von rund 8.000 Euro bis weit über 75.000 Euro. Da stellt sich für Interessenten schnell die Frage: Lohnt sich das überhaupt? Die meisten Absolventen sagen nach erfolgreichem Abschluss ganz klar: Ja, es lohnt sich.

Das hat gute Gründe: Der MBA hebt sich vom normalen Masterstudiengang durch seine Fokussierung auf gefragtes Management Know-how ab. Es geht darum, das Werkzeug für Probleme zu erlernen, die in der Praxis vor allem in der mittleren und oberen Führungsebene von Unternehmen anfallen. Zudem müssen Sie für die meisten Studiengänge bereits eine gewisse Berufserfahrung mitbringen, ganz im Gegensatz zu den üblichen Masterabschlüssen, die direkt an den Bachelor angeschlossen werden können. Erfahrung, Praxis und zusätzliches Know-how – das alles ermöglicht Ihnen letztlich beste Karriere- und Aufstiegschancen, die in der Regel mit deutlichen Gehaltsvorteilen verbunden sind.

Wie ist das MBA Studium aufgebaut?

Für den Master of Business Administration gibt es keine einheitliche Studienstruktur. Beim Studienaufbau kommt es vor allem auf das Zeitmodell an. Hier können Sie in der Regel wählen unter:

  • einem berufsbegleitenden Präsenzstudium (Abend- oder Wochenendstudium)
  • einem Fernstudium
  • einem Vollzeitstudium
  • sowie dem Executive MBA (Präsenzstudium für Führungskräfte)

Durchschnittlich dauert ein MBA Studium in Deutschland rund zwei bis drei Jahre – nicht zuletzt aufgrund der großen Verbreitung der Teilzeit-Studienangeboten. Entscheiden Sie sich für ein Vollzeit-MBA Studium, haben Sie Ihren Abschluss meist deutlich schneller in der Tasche. Bei einem Fernstudium kann die Studienzeit hingegen fünf Jahre und mehr betragen.

Wie finden Sie passende Programme und seriöse Anbieter?

Mittlerweile gibt es eine riesige Vielfalt an MBA-Studiengängen – als Weiterbildungswillige(r) haben Sie da die Qual der Wahl. Allein in Deutschland können Sie unter hunderten MBA Studiengängen wählen. Europa- und weltweit gibt es sogar tausende an Angeboten. Wie soll man da den richtigen und besten MBA für sich finden?

Das Wichtigste bei der MBA-Studienwahl:

Nehmen Sie sich Zeit! Oft kann die Recherche mehrere Wochen dauern, bis das für Sie beste MBA-Programm feststeht. Denn es geht nicht nur um eine Hochschule, Studiengebühren und Aufnahmekriterien, sondern auch um Studienmodelle und natürlich die Studieninhalte. Ein paar entscheidende Fragen:

Vollzeit oder berufsbegleitend:

Möchte ich das MBA Studium in Vollzeit an der Uni absolvieren oder als Fernstudium von zu Hause aus? Oder passt ein berufsbegleitendes Präsenzstudium – etwa als Abend- oder Wochenendstudium – besser in meinen Alltag?

Spezialisiert oder generalistisch:

Soll es ein generalistisches Programm sein oder möchte ich doch lieber eine Branchenspezialisierung im Studium wiederfinden? Geht es also darum BWL-Kenntnisse neu zu erlangen bzw. bestehende Kenntnisse grundlegend auszubauen? Oder sollen in mein MBA Studium auch branchenspezifische Inhalte einfließen?

Neuorientierung oder Karrieresprung:

Möchte ich mich beruflich umorientieren oder das MBA Studium zur Karriereverstärkung nutzen? Und bis in welche Firmenetage möchte ich aufsteigen – mittleres bis gehobenes Management oder Vorstandsvorsitz? Im ersteren Fall reichen spezialisierte MBA-Studiengänge kleinerer deutscher Hochschulen. Ganz nach oben führen oft nur europäische oder deutsche Top-gerankte MBAs.

Ranking und Akkreditierung:

Und helfen mir Rankings bei der Suche nach dem passenden MBA weiter? In der Regel besitzen führende MBA Programme auch gute Rankings. Ansonsten sollten Sie auf die Akkreditierung achten. Verlässliche Hochschulen haben ihr Studienangebot von einer sogenannten Akkreditierungsagentur – beispielsweise FIBAA, EQUIS oder AMBA – prüfen lassen und wurden von diesen zugelassen.

Exekutive MBA – der EMBA als ultimativer Karriere-Kick?

Der Begriff exekutive floor steht gemeinhin für die Vorstandsetage in Unternehmen. Als Studiengang der Extraklasse richtet sich daher der Executive Master of Business Administration vor allem an eine Zielgruppe: Manager und Abteilungsleiter, Mitglieder der Geschäftsleitung sowie weitere Führungskräfte.
 
Dieses spezielle Studium wurde zusätzlich zum MBA entwickelt und bietet Interessenten mit mehrjähriger Berufserfahrung zusätzliches Know-how sowie Spezialisierung auf dem Weg zum Leadership in die höheren Managementetagen weltweit agierender Unternehmen. EMBA Programme sind daher häufig international und berufsbegleitend ausgerichtet und werden überwiegend durch englischsprachige Studienkurse angeboten.
 
Der EMBA setzt hohe Ansprüche an Bewerber und bietet zugleich Chancen: Neben ausgewiesener Berufserfahrung liegen die Zulassungshürden meist sehr hoch. Die meisten Modelle sehen mehrere wöchentliche Blockseminare vor und beinhalten – entsprechend der internationalen Ausrichtung – oft zahlreiche Auslandsaufenthalte, die den Teilnehmern interkulturelle Erfahrungen vermitteln und beim Aufbau eines internationalen Netzwerks helfen.
 
Dennoch ist der Executive Master of Business Administration kein eigenständiger akademischer Abschluss. Der erreichte Abschluss ist weiterhin Master of Business Administration (MBA). Die Bezeichnung EMBA zeigt lediglich die spezifische Zielgruppe und die Ausrichtung des Studiums.

Der MBA in Deutschland – was müssen Sie beachten?

Für die Aufnahme eines MBA-Studiums in Deutschland ist in der Regel ein erfolgreicher Abschluss eines anderen akademischen Grades nötig. Auch werden oftmals mehrere Jahre Berufserfahrung vorausgesetzt. Das deutsche MBA-Studium schließt mit einem Master ab und berechtigt zur Promotion.

Voraussetzungen:

Der Zugang bei vielen Studienprogrammen zum MBA erfordert eine Mindestpunktzahl beim sogenannten Graduate Management Admission (GMAT). Dieser standardisierte Test muss im Vorfeld eines MBA-Programms abgelegt werden. Er ist notwendig für die Bewerbung an fast allen renommierten Business Schools und wird weltweit in Englisch abgehalten.

Ausrichtung:

MBAs in Deutschland sind als Weiterbildungen angelegt, die Zusatzqualifikationen vermitteln. Sie müssen daher nicht in direktem Zusammenhang mit einem Bachelor-Abschluss stehen wie etwa beim konsekutiven fachgebundenen Master. Neben dem generellen MBA gibt es vielfältige Programme mit speziellen Fachrichtungen sowie internationale Ausrichtungen.

Ranking:

Zur Auswahl und Bewertung eignen sich internationale MBA-Rankings. Die wichtigsten werden von bekannten US-Magazinen veröffentlicht: Beispielsweise von Financial Times, The Economist und Forbes. Ein MBA-Ranking speziell für Deutschland gibt es nicht, allerdings werden deutsche MBA-Programme auch international anerkannt.

Internationale MBAs – was läuft in den USA und Europa?

Für die Aufnahme eines MBA-Studiums in Deutschland ist in der Regel ein erfolgreicher Abschluss eines anderen akademischen Grades nötig. Auch werden oftmals mehrere Jahre Berufserfahrung vorausgesetzt. Das deutsche MBA-Studium schließt mit einem Master ab und berechtigt zur Promotion.

MBA in den USA:

Die meisten MBA-Programme in den USA werden von Business Schools innerhalb der Fakultäten angeboten. Sie laufen in der Regel über zwei Jahre und sind als vollwertiges Studium angelegt. MBA-Studiengänge in den USA schließen sich an eine wirtschaftliche oder eine andere fachliche College-Ausbildung an und enthalten zumeist mindestens ein Praktikum.

MBAs in Europa:

In den meisten europäischen Ländern bieten hauptsächlich private Institutionen MBAs an. Durch deren enge Bindung an Wirtschaftsunternehmen bietet die Ausbildung einen hohen Praxisbezug sowie gute Beziehungen zu potenziellen Arbeitgebern. Zulassungsvoraussetzung ist auch hier ein abgeschlossenes Hochschulstudium, ein vergleichbarer Abschluss an einer Fachhochschule oder Berufsakademie sowie eine mindestens zweijährige Berufserfahrung. Lange Jahre war Großbritannien – beispielsweise mit der London Business School als Anbieter von MBA-Programmen führend. Mittlerweile gehören aber auch INSEAD im französischen Fontainebleau, IE im spanischen Navarra oder IMD in Lausanne (Schweiz) zu den renommierten Business Schools.

MBA in der Schweiz:

In der Schweiz spielt das private International Institute for Management Development (IMD) eine führende Rolle bei den MBA-Programmen. Sie bietet in Zusammenarbeit mit Unternehmen aus aller Welt Kurse auf verschiedenen Managementgebieten für Führungskräfte an. Der MBA kann dort bereits in elf Monaten absolviert werden. Insgesamt spielt das Thema MBA im Hinblick auf Karriere und Gehalt bei Unternehmen in der Schweiz aber keine herausragende Rolle im Vergleich zum fachgebundenen Masterabschluss.

MBA in Österreich:

MBA-Studiengänge in Österreich ähneln vom Ablauf her einem Grundstudium, sind inhaltlich aber wesentlich anspruchsvoller. Es gelten strenge Auswahlkriterien sowie ein hohes Bildungsniveau der Interessenten als Zugangsvoraussetzung. Als Vollzeitstudium dauert der MBA meist zwischen einem und zwei Jahren. Die meisten Absolventen in Österreich wählen allerdings – ähnlich wie in Deutschland – ein berufsbegleitendes MBA-Programm, welches bis zu drei Jahre dauert. Bei unserem Nachbarn bietet inzwischen fast jede Hochschule einen MBA-Lehrgang an, zunehmend auch mit Spezialisierungen.

Wie lange dauert ein MBA?

Ein MBA-Studium dauert in der Regel 2 Jahre in Vollzeit. Stark verkürzte Programme sind auch in 9 Monaten möglich. In Teilzeit dauern sie in der Regel 2-3 Jahre, in Ausnahmen jedoch auch bis zu 8 Jahre.

Wie viel kostet ein MBA?

Ein MBA kostet meist zwischen 8.000 und 50.000 Euro. Das hängt ganz davon ab, über welchen Ruf die Hochschule verfügt, ob er online, als Präsenzveranstaltung oder kombiniert durchgeführt wird und natürlich auch von der Dauer des Studiums und der Anzahl der Lehrstunden. 

Was verdient ein MBA?

In Deutschland erreichen MBA-Absolventen ein Gehalt von über 80.000 Euro nach Abschluss des Studiums. Dieser Durchschnittswert setzt sich aus den Absolventen verschiedenster Hochschulen und MBA-Programme zusammen. Je nach Hochschule bzw. Programm können die Durchschnittseinkommen erheblich voneinander abweichen.